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22. Oktober 2017

Fragen & Antworten - Fahrzeugwaagen

Hier beantworten wir Ihnen die häufigsten Fragen rund um das Thema Fahrzeugwaagen.

Ist Ihre Frage nicht dabei? Kein Problem - Schreiben Sie uns eine E-Mail, nutzen Sie unser Kontaktformular
oder rufen Sie uns unter 05121/ 7828-51 an.

Welche Waagenarten gibt es für die LKW-Verwiegung?

Für die Verwiegung von LKW eignen sich grundsätzlich sowohl Fahrzeugwaagen als auch Achslastwaagen. Achslastwaagen stellen dabei die kostengünstigere Alternative dar, sind jedoch in Deutschland nicht eichfähig.

Die Wiegebrücke inkl. Fundament hat eine Größe von etwa 3,20 x 0,75 m x 0,52 m und kann einfach in die vorbereitete Baugrube eingelassen werden.

Fahrzeugwaagen hingegen gibt es in ebenerdiger Ausführung oder als Aufstellfahrzeugwaage ab 6 x 3 x 0,7 m bis zu 40 x 3 x 0,7 m bzw. in Sonderausführung auch breiter, länger oder tiefer.

Die ebenerdige Komplettfahrzeugwaage wird standardmäßig eingesetzt und kann auch in Einfahrten, in Hallen oder unter Silos nachträglich montiert werden. Aufstellfahrzeugwaagen bieten sich besonders in eher schmutziger Umgebung an (z. B. Kiesgrube), da sie durch die seitlichen Öffnungen einfacher zu reinigen sind. Zudem werden sie von Kunden bevorzugt, wenn die Waage öfter versetzt werden muss.

Brauche ich eine eichfähige Waage oder reicht eine nicht-eichfähige Waage aus?

Sollen die Verwiegungen abgerechnet werden, d.h. wird die Waage im geschäftlichen Verkehr eingesetzt, dann ist eine eichfähige Waage und die entsprechende Eichung dieser notwendig.
Da Achslastwaagen in Deutschland nicht eichfähig sind, können sie nur für interne Kontrollzwecke genutzt werden.

In Unternehmen werden Waagen vorrangig im geschäftlichen Verkehr eingesetzt, sodass sich die weiteren Fragen auf Komplett- und Aufstellfahrzeugwaagen konzentrieren.

Der Platz auf unserem Betriebsgelände ist begrenzt. Was ist die beste Alternative für mich?

Dann empfehlen wir Ihnen den Einsatz einer in den Boden eingelassenen Komplettfahrzeugwaage. Durch die Ebenerdigkeit integriert sich diese platzsparend in das Betriebsgelände und kann auch quer überfahren werden.

Aufstellfahrzeugwaagen im Gegenzug benötigen zum Befahren je Seite ca. 4 m lange Rampen. Durch die Aufstellung überflur können die Aufstellfahrzeugwaagen daher leider nicht quer überfahren werden.

Wie genau sind die Waagen?

Fahrzeugwaagen gehören der Genauigkeitsklasse III (Handelswaagen) an und weisen einen Fehler von ca. +/- 0,20 % (Vergleich Achslastwaage: ca. +/- 1,00 %) auf.

Was ist bei den Waageneigenschaften und der Ausstattung zu beachten?

Grundsätzlich ist für die Langlebigkeit der Waage die Verwendung von hochwertigen Komponenten eine wichtige Voraussetzung. Die Wiegebrücke sollte beispielsweise eine hohe Betongüte (z. B. C45/55) aufweisen.
Durch den Einsatz von wartungsfreien Wägezellen und Elastomerlagern in rostfreier Ausführung (Made in Germany) sparen Sie Wartungs- und Ersatzteilkosten ein.

Um die eigenen bauseitigen Leistungen zu minimieren, ist zudem der Einsatz von integrierten Streifenfundamenten empfehlenswert. Diese werden direkt bei der Herstellung der Fahrzeugwaage mitvergossen.
Eine bauseitige Fundamenterstellung ist somit nicht notwendig.Verdichtete Schotterstreifen reichen vollkommen aus.

Möchten Sie zudem auch kleinere Mengen verwiegen, können Fahrzeugwaagen auch als sogenannte Mehrbereichswaagen mit erhöhter Auflösung geliefert werden.

Als Waagenzubehör sind insbesondere eine mäusesichere Verkabelung zur Vermeidung von Nagerbissen und ein T-Gummiprofil zur Abdichtung des Spaltes zwischen Fundamentwanne und Wiegebrücke interessant. Durch das T-Gummiprofil wird die Verschmutzung der Fundamentwanne verhindert.

Welche Möglichkeiten zur Waagenbedienung gibt es?

Die einfachste und günstigste Möglichkeit zur Waagenbedienung sind Wiegeelektroniken. Diese sind in ein Edelstahlgehäuse gefasst und mit Folientastatur zur Bedienung ausgestattet. Sie können jedoch nur begrenzt Informationen speichern. Als Alternative zu den herkömmlichen Wiegeelektroniken hat die BITZER Wiegetechnik GmbH die BITZER Touchwaage mit einer intuitiven Bedienerführung inkl. großer Gewichtsanzeige entwickelt.
Diese verfügt über einen modernen Touchscreen und digitalisiert die analoge DMS-Technik der geeichten Wägezellen und integriert die Waage in ein vorhandenes Netzwerk.

Für LKW-Fahrer kann die Waagenbedienung zudem mit Hilfe von Selbstbedienstationen oder Ident Terminals, in Kombination mit einer entsprechenden BITZER Software, vereinfacht werden. Die Identifikation erfolgt dabei via Chipkarte, Barcode, RFID-Tag oder mobilem Endgerät. Die vorhandenen Kundeninformationen werden dadurch automatisch aufgerufen und der Fahrer wird mit einer intelligenten, mehrsprachigen Benutzerführung angeleitet.

Kann die Waage an eine Software angebunden werden?

Ja, das ist möglich. Vielfach setzen Kunden eine von uns entwickelte Waagensoftware zur Erfassung sämtlicher Wiegedaten ein.
Das Softwareangebot reicht dabei von Softwarelösungen für die einfache Waagenbedienung (Version Light) bis zu Programmversionen die zusätzlich eine Weiterverarbeitung und umfangreiche Auswertung der erfassten Daten ermöglichen (Version Agrar für die Landwirtschaft, Version Professional für die Baustoff-/Recyclingindustrie, Version BioEnergie für die Biogasbranche).

Die Software BITZER AGRAR umfasst dabei viele nützliche Zusatzmodule zur Rückverfolgbarkeit von Getreide für eine lückenlose Dokumentation zur oder Lagerverwaltung.

Um zudem jederzeit und überall mobil Wägungen erfassen zu können, wurde für die Waagensoftware BITZER Professional und BITZER AGRAR ein Zusatzmodul für mobile Endgeräte geschaffen. Das sogenannte „BITZER Mobile Professional“ bzw. „BITZER Mobile AGRAR“ ermöglicht die Einsicht in sämtliche Wiegedaten und die Durchführung von Wiegungen vom Tablet oder Smartphone aus.
Insbesondere auf großen Betriebsgeländen können so Wiegungen bequem auch aus einiger Entfernung ausgelöst werden.

Die Datenübergabe kann zudem auch an Fremdsoftware erfolgen. Die Anbindung erfolgt dabei über Ethernet-Schnittstelle (UDP) bzw. serieller Schnittstelle (RS 232).

Ist eine regelmäßige Wartung und Eichung meiner Waage notwendig? Wenn ja, wie häufig?

Im geschäftlichen Verkehr eingesetzte Fahrzeugwaagen müssen alle 3 Jahre geeicht werden. In diesem Zuge bietet es sich an, die Waage zu überprüfen und zu warten.

Als Full-Service-Dienstleister bieten wir Wartungen, Eichungen und die Terminkoordination mit der zuständigen Eichbehörde aus einer Hand an.
Für die Eichung stellen wir Ihnen dabei auch das benötigte Eichfahrzeug inkl. Eichgewichten bundesweit zur Verfügung.

Um den Waagenservice von Kundenseite so einfach wie möglich zu halten, empfiehlt sich der Abschluss eines Wartungsvertrages, durch den diese Leistungen regelmäßig und kostengünstig zur Verfügung stehen.

Kann ich die Waage nachträglich nochmal versetzen?

Ja, das ist möglich und zwar sowohl bei Aufstell- als auch bei Komplettfahrzeugwaagen.

Haben Sie eine Aufstellfahrzeugwaage, so kann die Waage mit einem Kran angehoben und an einem neuen Platz wieder auf Streifenfundamenten abgesetzt werden. Die ebenerdige Fahrzeugwaage kann ebenfalls, hier jedoch erst nach Freilegung des Bodens, mit Hilfe eines Krans angehoben und an einen neuen Platz gebracht werden.

Moderne Fahrzeuge werden immer größer und breiter. Was passiert, wenn diese irgendwann zu breit für die Fahrzeugwaage sind?

Denken Sie gerade über die Anschaffung einer Waage nach, so können Sie diese direkt in einer Überbreite von z. B. 3,30 oder 3,50 m bestellen und sind so für mögliche Veränderungen der Fahrzeugbreiten in der Zukunft gewappnet.

Fahrzeugwaagen lassen sich jedoch auch noch nachträglich umrüsten, sodass auch Fahrzeuge mit über 3 Metern Breite diese befahren können.
In diesem Fall wird die Wiegebrücke angehoben und mit einer zusätzlichen Adapterplatte ausgestattet. Dadurch erhöht sich die Wiegebrücke um ca. 3 cm, die Räder von überbreiten Fahrzeugen stehen somit leicht an beiden Seiten der Waage über und die Wiegung kann wie gewohnt erfolgen.

Zur Befahrung wird die Waage mit Auffahrkeilen zur Reduzierung der Stoß- und Schubkräfte auf die Wägezellen ausgestattet. Eine Querüberfahrbarkeit ist jedoch nur noch bedingt möglich.

Ich brauche die Waage nur kurzzeitig für eine Baustelle. Kann ich die Waage auch mieten?

Für den kurzzeitigen Gebrauch können auch mobile Aufstellfahrzeugwaagen aus Stahl ausgeliehen werden. Diese bestehen aus mehreren 6 Meter langen Stahlsegmenten und können sehr einfach mit Hilfe eines Gabelstaplers montiert werden. Ein Kran ist nicht notwendig. Dadurch lässt sich die Leihwaage auch mehrfach simpel versetzen. Wird eine geeichte Waage benötigt, muss die Waage nach jeder Versetzung jedoch erneut geeicht werden.

Insbesondere während der Getreideernte kommt es in unserem Getreidehandel zu langen LWK-Staus und wir kommen im Labor nicht mit der Getreideanalyse hinterher. Was können wir tun?

Die einzelnen Schritte der Probenreinigung und -analyse nehmen viel Zeit in Anspruch. Doch gerade in der Erntezeit fehlt es aufgrund der Vielzahl an Anlieferungen an Zeit und das Getreidelabor wird zum Engpass. Die verwogenen LKW können nicht abladen, solange die entsprechenden Getreidequalitätswerte nicht vorliegen.
Es kommen jedoch immer mehr LKW mit Anlieferungen nach und schnell entstehen lange Staus, die nicht selten deutlich über das Betriebsgelände hinausgehen.

Durch den Einsatz des BITZER Probenautomaten kann hier Abhilfe geschaffen werden.

Auf der einen Seite des Automaten, der Besatzlinie, wird die Getreideprobe zunächst verwogen und gereinigt und es werden die Werte für Gutkorn, Sortierware und unverwertbaren Abfall ermittelt. Anschließend erfolgt auf der anderen Seite des Probenautomaten die Ganzkornanalyse.

Innerhalb kürzester Zeit stehen dann auch die Qualitätswerte, wie Feuchte, Protein oder Sedi, zur Verfügung. Während die Ganzkornanalyse durchläuft, kann die Besatzlinie schon wieder mit einer neuen Probe zur Reinigung befüllt werden.

Um noch schneller arbeiten zu können, kann auch eine zweite Besatzlinie integriert werden und der Ablauf im Labor kann durch eine automatische Probenentnahme vom LKW und Probenzuführung zum Labor weiter automatisiert werden, um Zeit einzusparen.

Durch die Anbindung der Software BITZER AGRAR können die Proben auch automatisch einem LKW zugeordnet werden und die ermittelten Qualitätswerte werden direkt in die Software übernommen. So kann die qualitätsspezifische Zuordnung zu einem Silo schnell und einfach durch den Silomeister vorgenommen werden.

Wir beraten Sie gern!

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